Köstlicher Krustenbraten

Als einen Krustenbraten bezeichnet man einen Schweinebraten, dessen Kruste, also die Schwarte, im Backofen so lange geschmort wird, bis sie letztendlich knusprig ist. Nicht immer gelingt das typisch bayerische Gericht, das meistens mit Knödeln und Sauerkraut serviert wird. Richtig gut – so sagen die Bayern – schmeckt der Krustenbraten nur, wenn dazu auch noch ein traditionelles Bier serviert wird.

Krustenbraten – herzhaft, deftig

Ein Krustenbraten sollte aus einem schönen Stück Fleisch gemacht werden

Ein Krustenbraten sollte aus einem schönen Stück Fleisch gemacht werden

Für einen Krustenbraten benötigt man in der Regel ein schönes, großes Stück Schweinefleisch. Vorzugsweise werden die Teile von Nacken, Schulter, Schinken oder Rücken dazu verwendet. Beim Kauf muss darauf geachtet werden, dass sich auf einer Seite eine etwa eine Zentimeter dicke Fettschicht befindet. Bevor man den noch rohen Braten jedoch in die Röhre gibt, muss die Schwarte noch eingeschnitten werden. Dazu nimmt man ein scharfes Messer und schneidet in die Fettschicht etwa ein Zentimeter große Quadrate oder rautenförmige Vierecke hinein. Diese Einschnitte sorgen dafür, dass der Krustenbraten auch richtig schön knusprig wird. Wenn man zu Hause nicht über ein solch scharfes Messer verfügt, kann das auch der Metzger, bei dem man das Fleisch gekauft hat, übernehmen.

Die Schwarte wird am knusprigsten, wenn man diese reichlich mit Salz bestreut. Das kennen alle, die schon einmal Bauchfleisch gegrillt haben. Ungewürzt wird die Schwarte labbrig, statt knusprig und lecker. Also die Schwarte kräftig salzen, den Rest des Fleisches kann man mit anderen Gewürzen wie Pfeffer, Paprika, Kümmel würzen. Ein wichtiges Detail folgt jetzt, damit der Schweinebraten auch zum Krustenbraten wird: Zwiebeln werden nach Geschmack mit Knoblauch angebraten, darin brät man den Krustenbraten auf allen Seiten an, besonders jedoch an der Seite mit der Kruste. Nicht zu lange, etwa zwei Minuten genügen. Danach wird der Braten im Topf mit Bier gelöscht und der “Krustenbraten” in die Röhre geschoben. Unter Aufsicht lässt man den Braten etwa zwei bis drei Stunden schmoren, in dieser Zeit immer wieder wenden und mit Wasser auffüllen.

Sonntags gibt es Krustenbraten

Auf den saftigen Krustenbraten freuen sich in Bayern schon die Kinder die ganze Woche über. Die knusprige Schwarte ist bei allen Familienmitgliedern beliebt – so kommt es nicht selten zu Streitereien am Sonntagstisch. Der Krustenbraten ist also ein Schweinebraten, den man nach typisch bayrischem Rezept in der Röhre so lange schmort, bis die Schwarte knusprig ist. Guten Appetit!

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